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Ratgeber / How-to02. Juni 20261 Min. Lesezeit

MSR-Technik im Gebäude: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

Die MSR-Technik bildet das technische Rückgrat jeder modernen Gebäudetechnik – ohne sie lassen sich Komfort, Energieeffizienz und Betriebssicherheit nicht zuverlässig gewährleisten.

Die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR) umfasst alle Systeme, die technische Prozesse in einem Gebäude erfassen, verarbeiten und beeinflussen. Sensoren messen physikalische Größen wie Temperatur, Druck, Feuchte oder Beleuchtungsstärke, Steuergeräte verarbeiten diese Signale, und Aktoren greifen regelnd ein.

Typische Anwendungsfelder

MSR-Technik wird eingesetzt in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK), Kälteanlagen, Beleuchtungssteuerung sowie der übergeordneten Energieüberwachung. Ein Frequenzumrichter regelt den Volumenstrom eines Lüftungsgeräts abhängig von CO₂-Gehalt und Raumtemperatur, während ein DDC-Controller gleichzeitig Wärmepumpe und Fußbodenheizung koordiniert.

MSR-Technik versus Gebäudeautomation

Die MSR-Technik arbeitet auf Gewerke-Ebene und steuert einzelne technische Anlagen. Die Gebäudeautomation nach DIN EN ISO 16484 (BACS) ist übergeordnet und verbindet sämtliche Gewerke auf drei Ebenen: Feldebene (Sensoren/Aktoren), Automationsebene (DDC-Controller, SPS) und Managementebene (Gebäudeleittechnik, GLT).

Steuerungssysteme und Normen

Die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) ist das am häufigsten eingesetzte Automatisierungsgerät. Für die Kommunikation haben sich Feldbus-Systeme wie BACnet, KNX, LON und Modbus etabliert. BACnet ist heute der dominierende offene Standard für gewerkeübergreifende Kommunikation. Das GEG schreibt für Nichtwohngebäude ab bestimmten Größen den Einsatz von Gebäudeautomationssystemen vor.

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